Pastalia! Pasta gibt's hier nicht, aber dafür Hetalia!
#1

Germanischer Schöpfungsmythos

in Germania 21.08.2011 21:57
von Doitsu • Germanologe | 292 Beiträge | 486 Punkte

Nur zur info is aus dem Gedächnis geschrieben also fals da jemand nen fehler findet bitte melden^^

Die Weltentstehungsgeschichte der Germanenischen mytologie:
"Im Uranfang gab es weder Land noch See, weder Festland noch salzige Wege, weder die Himmelsdecke noch die gähnende Tiefe, nur eine weite Leere war, ehe die Welt entstand, Ginnungagap genant. Darin bildete sich ein gärender Urstoff, in dem alle Elemente enthalten waren. Aus diesem ward lange, lange, vor der Entstehung der geordneten Weltordnung an dem an dem Nördlichem Ende von Ginnungagap das kalte und dunkele Niflheim, am südlichen Ende aber das lichte und heiße Muspelheim. In Niflheim lag der Brunnen Hwergelmir, der rauschende Kessel, aus dem sich zwölf Ströme, Eiliwagar, in die Leere ergossen. Die ungestümen Gewässer erstarten in der Kälte von Niflheim zu Schnee und Eis. Aber durch die Hize von Muspelheim fing das Eis an zu schmelzen, und aus dem abfließenden Wasser entstand ein gewaltiger Riese, Ymir. Er war Mann und Weib zugleich, und als er bald in einen tiefen Schlaf fiel, entstanden aus ihm noch mehrere Riesen, die Hirmthursen, die Reif oder Frostriesen.

Mit Ymir zugleich war eine Kuh entstanden, Audhumbla, die Saftreiche genannt. Aus ihrem Euter flossen vier Milchströme wie Flüsse, von denen Ymir sich zweimal am Tag ernährte. Die Kuh stand da lange Zeit bewegungslos, aber dann bewegte sie ihren Kopf zur Seite, und beleckte einige salzige Eisblöcke, die neben ihr lagen; da kamen am Abend des ersten Tages Menschenhaare zum Vorschein, am anderen Tag das Haupt eines Mannes, am dritten Tage der ganze Mensch, der Buri hieß; er war schön von Angesicht, groß und kräftig. Er zeugte bald einen Sohn Bör, und der vermählte sich mit der Riesentochter Bestla und zeugte mit ihr drei Söhne und nannte sie Odin, Wili und We, von denen aber nur Odin berufen war, dereinst groß und mächtig zu werden. Börs Söhne töteten nach einem langen und verbissenen Kampf, in den alle Elemente einbezogen waren, den Riesen Ymir, und aus dessen Wunden floß soviel Blut, das darin das ganze Geschlecht der bösen Reifriesen ertrank, bis auf Bergelmir und seine Familie, der mit dem seinen dadurch erhalten blieb, daß er ein Boot bestieg. So stammen also von diesem einen übriggebliebenen Riesenpaare alle jüngeren Reifriesen ab.

Aus Ymirs toten Leib schufen nun die Götter das unendliche Weltall. Aus seinem Blut entstand Meer und Wasser, aus seinem Fleisch die Erde, aus seinen Haaren die Bäume, aus den Knochen die Berge, aus seinen Zähnen, Kinnbacken und zerbrochenen Gebein die Felsen und Klippen, aus seinen Augenbrauen für die Menschen rund um die Burg Midgard wider die Angriffe der Riesen, aus seinem Schädel der Himmel, der sich mit vier Ecken über die Erde wölbte; an diese Ecken setzten die Götter je einen Zwerg als Wächter, Austri, Westri, Nordi und Sudri geheißen. Luft und Wolken wurden aus dem Gehirn des Riesen gebildet. Am Himmel führen die beiden Rosse Arwakr und Alswidr die Sonne, und Mani leitete über Neulicht und Vollicht herrschend, den Mond auf seiner Ban. Die Sterne wurden geformt aus dem Feuerfunken, die von Muspelheim ausgeworfen wurden. Sonne und Mond werden für das Auge verdunkelt, wen zwei gewaltige umherschweifende Wölfe ihren Spuren nachgehen und sie Verfolgen. Der Wolf, der dem Mond nachjagt heißt Hati. Die Ungeheuer wohnen in einem Finsteren Wald Östlich von Midgard und werden von einem alten Riesenweib gepflegt. Wenn es diesen Wölfen je gelingt Sonne und Mond nahe zu Kommen, werden sie diese verschlingen und auf Erden wird es für ewig dunkel sein. Auch Tag und Nacht sind Göttlicher Natur. Die Nacht heißs Nott und ist die Tochter des Riesen Nörwi, der ein Sohn Lokis ist; dadurch ist sie mit der Totengöttin Hel verwant, die auch Lokis Tochter ist. Der Tag ist ein Sohn der Nacht und eines Asengottes. Die Nacht fährt am Himmel daher mit dem Ross Hirmfaxi, das jeden Morgen mit dem Schaum seines Gebisses die Erde betaut. Ihr folgt der Tag mit dem Ross Skinfaxi, dessen Mähne Lüft und Erde erleuchtet. Sommer und Winter beherschten von Anfang an die Erde. Des Sommers Vater hies Swadsudr, der mild und lieblich war; der des Winters hieß Windloni und Windswalr und fuhr kaltherzig und grimmig einher. Der Wind, ein Riese in Adlergestalt, Hraeswelgr genant, sitzt am nördlichem Ende des Himmels; wen er mit den Flügeln schlägt oder im Flug die Luft durchrauscht, entstehen die Winde. Und wenn sein Zorn entflammt, dann schikt er die zerstörerischen Stürme übers Land, die Haus und Herd und Wald vernichteten.

Einst gingen die drei Götter Odin, Hönir und Loki zusammen spazieren. Sie gingen am Meerestrand entlang, und fanden da zwei Bäume; sie blieben beidiesem Fund nicht untätig, und aus ihnen schufen sie Mann und Weib; den Mann nanten sie Aske, seine Genosin Embla. Von diesem Paar stamt das Menschengeschlecht, dem Midgard zur Wohnung verliehen ward. Odin gabdem erschaffenen Paar die Seele, Hönir die Sinne, Lodur aber Blutund blühende Farbe. Und so ist das alles entstanden. Menschen, Götter und andere Wesen leben je in ihrer eigenen Welt, und die Esche Yggdrasil verbindet alle diese Welten miteinander. Dieser mächtige Weltenbaubwird durch drei Starke Wurzeln gehalten; unter der einen wohnen die Menschen, unter der zweiten die Hirmthursen, unter der dritten, die am tiefsten herabreicht liegt das Reich der Hel. Die Pflege des Baumes ist den drei Nornen anvertraut; aber trotz ihrer Führsorge schwindet der Baum, wenn auch langsam und unmerklich, dahin: denn in seinen Ästen weiden gefräßige Hirsche, an seinen Wurzeln nagt die Riesige Schlange Nidhöggr, und sein Stamm wird von vielen Würmern durchwühlt. Einst kommt der Tag, da die Esche und mit ihr die ganze Weltordnung mit Göttern und Menschen dahinsinkt - der Tag der Götterdämmerung.

Die drei Nornen sind Schwestern; sie entstamen dem Göttergeschlecht und besitzen die Kenntnis von allen Dingen. Urd, die Norne der Vergangenheit, ist die älteste; nach ihr hies der Brunnen, aus dem sie ihr Wasser schöpften, Urds-Brunen, aus dem der Riese Mimir seine Weisheit trinkt. Werdandi ist die Norne der werdenden Gegenwart und Skuld, die jüngste, die der Zukunft. Wie diese Nornen über den Lauf der Welt und die Erhaltung der Weltordnung wachen, so behüten sie auch das Leben des einzelnen Menschen, und jeder erhält bei der Geburt von den Nornen seinen Spruch fürs Leben mit.

So ist das alles entstanden und wir wissen jetzt, daß es mehr Lebewesen gibt, als nur die, welche die Erde bevölkern. Ja, es gibt die verschiedensten Arten von übermenschlichen und Göttlichen Wesen; ihr Dasein knüpft sich an die Kräfte, aus denen die die Welt entstanden ist und die die Welt erhalten. Die Ältesten sind die Riesen, und sie sind die treibenden Kräfte hinter den ewig anstürmenden Massen der rohen Naturgewalten - die Götter jedoch halten dagegen mit dem ewig leitenden Naturgesetzen, durch die jene rohen, alles zerstörenden Kräfte gezügelt, aber nicht für immer überwunden werden. Dieser Kampf in der Welt endet niemals. So wie es Wind und Sturm und Eis gibt, und Hagel, Schnee, Wasserfluten, Gewitter und Waldbrände, so gibt es Reif- und Frostriesen, Sturmriesen, Wasserriesen, Feuer- und Gewitterriesen, die in Erscheinungen des des eisigen, harten Winters, der rauen Stürme, der gewaltigen Brandung und des verheerenden Gewitters ihr Wesen treiben. Doch sind die Riesen nicht schlechthin böse Gewalten. Denn sie waren auch die Erzieher der Nornen und aller Seher, und Odin selbst stritt mit dem Riesen Wafthrudinir über die uranfänglichen Dinge. In ihrer eigenen Welt, tief unter der Erde wohnen die Schwarzelben, das sind die kunstvertigen Zwerge, die wunderschöne kunstwerke, gefährliche scharfschneidige Waffen und Geschmeide anvertigen. Gegenüber Göttern und Menschen sind sie freundlich und wohlgesind, und die Erinnerung an sie hat sich bis heute in den Sagen gehalten. Bäche und andere Gewässer bewonen die Wasserelben und Nixen."


Ratet mal was ich am meisten mag XD

Zehn Jahr ein Kind,
Zwanzig Jahr ein Jüngling,
Dreißig Jahr ein Mann,
Vierzig Jahr wohlgetan,
Fufzig Jahr steiler Zahn,
Sechzig Jahr geht´s Alter an,
Siebzig Jahr ein Greis,
Achzig Jahr nimmer weis,
Neunzig Jahr der Kinder Spott,
Hundert Jahr Gnade Gott.

zuletzt bearbeitet 23.08.2011 09:50 | nach oben springen



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